Willy Gäbler

Willy Gäbler

Willy Gäbler – der erste Dorfchronist von Pesterwitz (1898-1989)

1898: am 28. Dezember in Friedeburg, heute Freiberg als Sohn des Buchhalters Oskar Gäbler und seiner Ehefrau Hedwig geb. Weller geboren – 1913: 27. 2.

1917: Ausbildung als Lehrer im Seminar Dresden-Plauen

1917: Soldat im 1. Weltkrieg, dabei Verwundung erlitten

1918: nach dem Weltkrieg Fortsetzung der Lehrerausbildung in Dresden-Plauen und 17. 2. – November 1919 Abschlußlehrgang

27. 11. 1919: erfolgreiche Schulamtskandidatenprüfung

1920: Lehrer in Freital-Potschappel und später auch an der Lessingschule

1922: außerordentliche Wahlfähigkeitsprüfung als Lehrer am Seminar Dresden-Plauen

1926: ständige Lehrerstelle in Freital

1933: heiratet er die Dresdner Lehrerin Charlotte Fritzsche

1940: Lehrer in Pesterwitz

1945: am 24. Mai wird er Schulleiter in Pesterwitz und am 15. 11. wegen der Zugehörigkeit zur NSDAP, der Nazipartei, entlassen

1952: im September bekommt er als Werkstattschreiber im Edelstahlwerk Freital wieder Arbeit

1961: im Oktober im Edelstahlwerk als Aktivist ausgezeichnet – in Pesterwitz hält er vor Frauen seinen ersten Vortrag über den Ort

1964: die ersten Chronikbände werden in Freiberg eingebunden mit Kulturbundmitgliedern führt er in Pesterwitz einen Dorfrundgang durch

1965: es entstehen Sachwort- und Zeitkatalog als Grundlage einer wissenschaftlichen Chronik

1968: hervorragende Zu- und Mitarbeit für die 900-Jahrfeier von Pesterwitz – Festschrift und Ausstellung werden durch seine chronistische Arbeit geprägt –

1972: Direktor Deckert von der Sächsischen Landesbibliothek Dresden prüft die chronistische Arbeit von Willy Gäbler

1988: Mitarbeit an der Festschrift zur 100-Jahr-Feier der Pesterwitzer Schule –

1989: Erste Zuarbeiten zur Festschrift für die 925-Jahrfeier von Pesterwitz –
am 11. Januar 1989, im Alter von 90 Jahren und 14 Tagen, legt er für immer die Schreibfeder aus der Hand – Willy Gäbler hinterläßt 44 Bände, 131 Nachtragsbände und 57 Anlagemappen.1995: Bürgermeister und Ortschaftsrat würdigen die Arbeit des ersten Dorfchronisten mit der Benennung einer neuen Straße im Ort als Willy-Gäbler-Weg